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Gelungener Start in die Bundesliga- Ein Wettkampf mit Höhen und Tiefen

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Glücklich nach gelungenen Pferdübungen Nicolai Ullrich und Petro Pakhnyuk

Gestern konnten die Turner des TSV Buttenwiesen den ersten Wettkampf der 2. Bundesliga 2017 für sich entscheiden. Mit einem Sieg am ersten Wettkampftag der 2. Bundesliga gegen den SSV Ulm gelang den Turnern ein Schritt in die gewünschte Richtung. Dabei gab es während des Wettkampfverlaufs Höhen und einige Tiefen, die zu einem spannenden Wettkampf führten. Bereits im Vorfeld standen die Zeichen für das Team des TSV ungünstig:

Der Mehrkämpfer Florian Raab muss aufgrund von Rückenproblemen gezwungenermaßen pausieren und auch bei Johannes Seifried war es aufgrund von Krankheit bis zuletzt nicht sicher, ob er der Mannschaft zur Seite stehen kann. Zumindest Letzterer konnte sich am Wettkampftag einsatzbereit zurückmelden.
Der Start gegen die Ulmer Mannschaft verlief dabei alles andere als optimal. Mit Fabian Ullrich und seiner gewohnt stabilen Darbietung am Boden sollte ein Grundstein gelegt werden und ein positiver Anfang des Wettkampfes gelingen. Mit einem Sturz nach einer Doppelschraube gelang ihm das jedoch nicht und so gingen die ersten 4 Scorepunkte dank einer starken Leistung des rumänischen Turners Daniel Petica Vasile Radeanu das Konto der Ulmer Spatzen. Die zweite Übung der Buttenwiesener sorgte dann sofort für einen ersten Tiefpunkt und einen Schock für die Mannschaft. Nach einer misslungenen Landung eines Doppelsaltos blieb Anselm Schmid auf der Bodenfläche liegen und konnte seine Darbietung nicht mehr fortführen. Mit dem Sanitäter wurde Anselm zunächst zur Erstuntersuchung in Ulm ins Krankenhaus gebracht. Die Untersuchung am Sonntag bestätigte dann leider die bereits erste Vermutung eines Achillessehnenrisses.
Nach diesem Schock war es nun die schwere Aufgabe, trotzdem nun einen kühlen Kopf zu bewahren und besonders jetzt, für Anselm, alles zu geben. Dies gelang den Turnern glücklicherweise mit stabilen und sauberen Übungen seitens Petro Pakhnyuk und der angeschlagene Johannes Seifried, die mit vier und zwei Scorepunkten den Rückstand auf 6:9 verringerten. Buttenwiesen war also noch weiterhin im Rennen.
Am sonst so gefürchteten Pauschenpferd gelang dem Team um Trainer Markus Kehl dann einer der Höhepunkte. Thomas Rößler, Moritz Kraus, Petro Pakhnyuk und Nicolai Ullrich konnten allesamt mit stabilen Darbietungen überzeugen und konnten somit insgesamt 12 Scorepunkte für das Teamkonto verbuchen. Lediglich Nicolai musste gegen seinen stärkeren Kontrahenten, den ungarischen Levente Vágner drei Zähler abgeben.
An den Ringen hielt sich zwischen den Turnern aus Ulm und Buttenwiesen die Waage. Rainer Maiershofer, Moritz Kraus konnten als „neue Teammitlglieder“ überzeugen und auch die Unterstützung aus Österreich Vinzenz Höck unterstrich mit einer überragenden Leistung an den Ringen seine internationale Qualität und wurde mit fünf Scores belohnt. Nicolai Ullrich konnte aufgrund einer unsauberen Übung nur zwei Punkte beisteuern und so verloren die Gäste das Gerät knapp mit 8:7 an das Ulmer Team.
Bei einem Zwischenstand von 25:20 für den TSV stand nun in der Halbzeit fest, dass besonders am Paradegerät, dem Sprung, ein weiterer Höhepunkt des Wettkampftages gelingen muss, um den Abstand auszuweiten. Alle Buttenwiesener Springer Johannes Seifried, Fabian Ullrich Vinzenz Höck und der erstmals startende Daniel Kehl konnten ihre Stärken an dem Gerät nutzen und konnten allesamt mit absolut überzeugenden Leistungen punkten, sodass der Abstand wie gewünscht auf36:23 zugunsten der Zusamtaler ausgebaut werden konnte. Nun hieß es für die Athleten: Konzentrieren und Vorsprung halten!
Dass dies kein leichtes Vorhaben darstellt, war allen Beteiligten bereits klar. Jedoch konnten Nicolai Ullrich und Johannes Seifried mit gelungenen Darbietungen gegen ein starkes Barrenteam seitens der Ulmer Mannschaft ankämpfen. Leider unterliefen Petro Pakhnyuk an seinem stärksten Gerät grobe Fehler, sodass eine möglich Weltklasseübung die gewünschten und wichtigen Scorepunkte nicht einfahren konnte, sondern lediglich ein Unentschieden ergab.
Thomas Rößler, der aufgrund nötiger mannschaftsinterner Umstellungen einspringen musste, verlor vier Scores an den Ulmer Fabian Erthle.
Es gelang dem Team des TSV nicht wie gewünscht die Punktedifferenz zu den Gegnern zu halten und so schmolz der Abstand auf 39:29. Mit 10 Scorepunkten lagen die Buttenwiesener Athleten vor dem letzten Gerät, dem Reck, vorn. Mit sicheren Übungen sollte nun ein Wettkampfsieg baldmöglichst verbucht werden.
Die sonst routinierten Ullrich Brüder sollten daher die ersten Starter seitens des TSV sein. Dass diese Rechnung jedoch nicht aufging, zeigten schon bald die Stürze von Fabian Ullrich und kurz darauf der Sturz von seinem Bruder Nicolai, sodass beide verpatzten Darbietungen durch stabile Übungen der Ulmer einmal drei und zwei Punkte an die Gegnermannschaft bestraft wurden. Mit nur noch fünf Scores Unterschied kamen nun die Ulmer Turner gefährlich nahe. Glücklicherweise konnte der Innsbrucker Vinzenz Höck mit einer starken Leistung am Reck ein Unentschieden erlangen, sodass ein Sieg seitens der Ulmer beim nunmehr letzten Duell schwer möglich war. Dennoch zeigte der bisherige Verlauf, dass man sich heute keine Sekunde in Sicherheit wägen durfte. Große Verantwortung lag also nun auf dem Buttenwiesenr Newcomer Moritz Kraus, da nun eine sichere Übung von großer Bedeutung war, um den knappen Vorsprung und damit den Sieg nicht zu gefährden.
Zwar konnte sein Kontrahent Fabian Erthle zwei Punkte für den SSV Ulm erturnen, jedoch war dank einer stabilen Darbietung von Moritz der erste Sieg der neuen Bundesliga-Saison mit einem Punktestand von 39:36 für den TSV Buttenwiesen in trockenen Tüchern.
Schlussendlich kann festgehalten werden, dass für das Team des TSV Buttenwiesen noch Luft nach oben ist. Besonders die häufigen Stürze müssen reduziert werden und der Stabilität und Sicherheit weichen. Ein großes Lob gilt den Neulingen der Mannschaft Rainer Maiershofer, Daniel Kehl und Moritz Kraus, die sich bereits jetzt als wichtige Unterstützung für die Mannscahft erwiesen haben. Gute Besserung und eine schnelle Genesung wünschen wir an dieser Stelle unserem Sprung und Bodenspezialisten Anselm Schmid!

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