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Schülerinnen C bauen Vorsprung weiter aus

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Schuelerinnen CBeim zweiten Durchgang der Gauliga konnten die Schülerinnen C am Samstag ihr Punkte-Polster vor dem TV Dillingen und der zweiten Mannschaft des TSV Buttenwiesen weiter ausbauen. Nach dem zweiten Wettkampf führen Dana Harms, Tamara Imm, Katharina Müller, Leonie Mantwied, Lena Miller und Amelie Salku nun mit uneinholbaren 25 Punkten Vorsprung die Spitze an.
Einen überragenden Wettkampf turnte Dana Harms. Fehlerfrei, extrem sauber und dabei gut gelaunt absolvierte sie die vier Geräte. Wenn man bedenkt, dass die nur 1,39m große Turnerin einen Handstandüberschlag mit einer halben Drehung in der ersten Flugphase mit einer anschließenden halben Drehung in der zweiten Flugphase über den beinahe gleich großen Sprungtisch (1,25m) inzwischen fast mühelos bewältigt, erkennt man, welche Sprungkraft und Athletik dafür nötig sein muss.

Diese zwei Komponenten, zusammen mit einer Sicherheit aus zahlreichen Übungsstunden in der Riedblickhalle, konnte Dana auch an den anderen Geräten abrufen, sodass sie sich am Ende des Tages in der Einzelwertung ganz nach vorne auf Rang eins schob – nach dem ersten Durchgang lag sie lediglich auf Rang acht.


Auch Tamara Imm gelang ein nahezu fehlerfreier Wettkampf, allerdings haderte sie mit der ein oder anderen Gerätesituation in Dillingen. Nach einem gelungenen Sprung musste sie am Stufenbarren feststellen, dass das veraltete Gerät nicht so einzustellen war, wie sie aus Buttenwiesen im Training gewohnt war. So kam es wie es kommen musste, Tamara berührte beim Riesenfelgaufschwung am oberen Holm mit ihren Fersen den unteren Holm, was zu enormen Abzügen vom Kampfgericht führte. Dieses ließ sich aber mit Hinweis auf die nicht adäquate Geräteausstattung nicht erweichen und Tamara musste leider diese unnötigen Abzüge in Kauf nehmen. Am Balken und Boden demonstrierte sie wieder, warum sie nach dem ersten Durchgang das Gesamtranking der Schülerinnen C anführte, und jetzt nach dem 2. Durchgang trotz dieses Unglücks immer noch vorne auf Platz zwei von insgesamt 72 Starterinnen ist.
Leonie Mantwied war wohl eine der nervösesten Turnerinnen im Feld, konnte sie doch die letzten zwei Wochen kein Training absolvieren, da sie heftige Rückenschmerzen plagten. Doch natürlich wollte sie nach den unzähligen Trainingseinheiten und Anstrengungen der letzten Monate bei diesem Wettkampf nicht fehlen. Zum ersten Mal versuchte sie am Stufenbarren mit einer höheren und schwierigeren Übung zu punkten, mit dabei eine Schwebekippe am unteren Holm, was gerade bei im Wachstum befindlichen Turnerinnen oft schwer erlernbar erscheint. Leonie gelang die sogenannte „Pflichtübung 8“ zur Freude der Teamkolleginnen und der Trainer sehr gut. Ihr fiel damit ein großer Stein vom Herzen, da sie befürchtet hatte, nach so langer Trainingspause keine Kippe kräftemäßig mehr zu schaffen und nicht unter die besten zehn Einzelturnerinnen zu kommen. Doch ihre Bedenken waren nach diesen Leistungen unbegründet und sie bestätigte ihren 6. Platz vom ersten Durchgang.
Katharina Müller (1. Durchgang Platz vier) schlug sich gut an den ersten beiden Geräten Sprung und Barren – als routinierte Wettkämpferin machte sich ihre Trainerin Bianca Lindenmeir da keine großen Sorgen. Etwas Nerven zeigte sie allerdings am Balken, an dem zudem ein strenges Kampfgericht zugegen war. Kathrina war es leider nicht möglich, beim Rad auf dem Balken zu bleiben, die restliche Übung präsentierte sie allerdings sicher, sauber und fehlerfrei, sodass sie als einer der besten in der Mannschaft wichtige Punkte zum Mannschaftssieg beisteuern konnte. Im Einzel steht sie derzeit auf Rang 9.
Lena Miller bewies ihren Trainerinnen Sandra Wolf und Barbara Kehl, dass in ihr noch einiges mehr steckt, als das, was sie oft im Training zeigt. Lena steigert sich und ihre Leistungen während eines Wettkampfes immer dermaßen, dass man nur erstaunt sein kann. Was sich im Training als schwierig und fast nicht machbar erweist (z.B. den Felgaufzug am Stufenbarren), meistert sie im Wettkampf fast mühelos. So auch in Dillingen, wo sie an fast jedem Gerät ihre Trainingsleistung nochmals überbot und mit Platz 10 im Einzel momentan mehr als zufrieden ist.
Für einen Schreckmoment sorgte Amelie Salku. Beim Einturnen am Sprung segelte sie über den Tisch hinweg und krachte unsanft auf der Mattenlage. Gott sei Dank schien Amelie nicht schwerer verletzt und konnte sogar alle vier Geräte durchlaufen. Und obwohl sie eben am Sprung diesen unglücklichen Sturz hinlegte, ihr Wettkampfsprung war trotz des Schocks viele Punkte wert.

Die Zweite Mannschaft des TSV Buttenwiesen kämpft zusammen mit dem TV Dillingen und der KTV Ries um die Plätze zwei, drei und vier. Sehr spannend ist dieser Kampf, da es nur um wenige Zehntel geht, das heißt jeder Sturz, jeder Wackler und jedes krumme Bein sind am Ende entscheidend. Leider musste man einige Ausfälle kompensieren. Luisa Gut hatte leider einen anderweitig einen Termin, sodass sie der Mannschaft keine Stütze sein konnte. Marina Kotter erkrankte am Freitag an Fieber, sodass auch sie schweren Herzens ausfiel. Aus diesem Grund beschlossen die Trainer, Valentina Liepert aus der dritten Mannschaft in die zweite zu holen um den aktuell dritten Platz nicht zu gefährden, oder sich womöglich auf Platz zwei zu verbessern. Letzteres gelang zwar nicht, doch den zweiten Platz zu halten, ohne auf zwei Stammturnerinnen zurückgreifen zu können, zeugt von einer geschlossenen Mannschaftsleistung von Valentina Liepert, Tanja Bittl, Anna Deil, Sophia Keil und Josefine Wengenmayr.
Beste Einzelturnerin in dieser Mannschaft war Tanja Bittl (1. Durchgang Platz 9, jetzt Platz 8), die vor allem am Stufenbarren mit einer tollen Pflichtübung überzeugte. Anna Deil – nach dem ersten Wettkampf noch auf Rang 7 – legte am Boden zwar eine gelungene Übung auf die Mattenbahn, doch insgesamt reichte es heute nicht an den Besten dran zu bleiben und belegt nun im Einzel nur knapp hinter ihrer Vereinskollegin Lena Miller, Platz 11.
Auch Sophia Keil ist mit Platz 17 noch unter den besten 20 Turnerinnen des Turngaus zu finden. Sie überzeugte ebenso am Boden wie Josefine Wengenmayr, die nach zwei Durchgängen auf Platz 29 liegt.
Als echter Glücksfall entpuppte sich die „Ersatzturnerin“ Valentina Liepert. Dermaßen motiviert startete sie im Wettkampf voll durch und sicherte an jedem einzelnen Gerät wichtige Punkte für die Mannschaft. In diesem Wettkampf belegte sie sogar Rang 15 im Einzel, insgesamt liegt sie nach zwei Durchgängen auf Rang 21.
Die dritte Mannschaft des TSV Buttenwiesen musste demnach natürlich auf die Punkte von Valentina Liepert verzichten. Noch dazu hat Leonie Mathiesen, die im ersten Wettkampf noch das Team verstärkte, vor einiger Zeit ihre Turnkarriere beendet, sodass nun nur vier Turnerinnen die Mannschaft bildeten. Doch Franziska Dirr, Marlene Wech, Laura Redel und Floriane Liepert ließen sich davon nicht entmutigen und belegten in diesem Durchgang einen tollen 10. Platz. Insgesamt liegen Sie nach zwei Durchgängen auf Platz 11.

 

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